5 Gründe, warum die Automobilindustrie nicht auf Supply Chain Monitoring verzichten kann

Lieferketten-Monitoring für die Automobilindustrie

Die Automobilindustrie hat mit vielen Herausforderungen zu kämpfen: Kaum sind die Produktionsbänder nach dem Corona-Lockdown wieder angerollt, stehen sie in einigen Werken aufgrund der Halbleiter-Krise schon wieder still . Hinzu kommen verschärfte Bedingungen für die Produktion durch das kürzlich beschlossene Lieferkettengesetz sowie ein spürbarer Druck durch die Konkurrenz aus Asien für deutsche Autozulieferer , um nur einige Beispiele zu nennen. Die vergangenen Monate haben deutlich gezeigt, dass stabile Liefer- und Wertschöpfungsketten einer wunder Punkt der Automobilbranche sind.

Eines der aktuell wichtigsten Themen ist daher die Optimierung von Prozessen durch nutzenbringende Investitionen in die eigene Lieferkette. Dazu gehört unter anderem der Auf- und Ausbau des globalen Lieferketten-Monitorings für Automobilhersteller und -zulieferer. Dies wird auch ein Thema des diesjährigen Procurement Summits in Berlin sein, bei dem wir als Sponsor vor Ort sind.

Nachfolgend stellen wir fünf Gründe vor, warum die Automobilbranche nicht auf Supply Chain Monitoring verzichten kann. Kurz zur Begriffseinordnung: Beim Lieferketten-Monitoring werden mittels Social Media Monitoring und anderen Tools wertvolle Insights entlang der gesamten Lieferkette eines Unternehmens generiert und an entsprechende Personen verteilt. Details können in unserem aktuellen Whitepaper nachgelesen werden.

Da wir die PESTEL-Analyse als eine sehr geeignete Grundlage für das Risiko-Screening der eigenen Lieferkette sehen, möchten wir auch für die fünf Gründe darauf zurückgreifen. Wir betrachten hierbei die folgenden Faktoren: Political, Legal, Environmental, Technological und Economic.

Abbildung: PESTEL-Analyse

1. Political: Stets informiert zu den neuesten Gesetzgebungen

Im Juni dieses Jahrs hat der Bundestag das neue Lieferkettengesetz beschlossen . Es wird „Millionen von Kindern und Familien in Entwicklungsländern ein Stück bessere Lebenschancen und Zukunftsperspektiven geben“ (Gerd Müller, Bundesentwicklungsminister). Das Gesetz tritt 2023 in Kraft und nimmt Unternehmen hinsichtlich der Einhaltung von Menschen- und Umweltrechten in ihren globalen Lieferketten stärker in die Pflicht. Um alle Punkte der neuen Gesetzgebung einhalten zu können, sind umfangreiche Recherchearbeiten notwendig.

Ein Social Media Monitoring Tool kann hierbei gut unterstützen. Automobilunternehmen, die in ihrem Supply Chain Monitoring politische Faktoren in Suchanfragen und Auswertungen aufnehmen, werden in nahezu Echtzeit informiert, wenn es wichtige Updates zum Lieferkettengesetz gibt – und ebenso, wenn andere neue Gesetzgebungen diskutiert oder beschlossen werden, die den eigenen Markt und bestimmte Lieferanten beeinflussen.

2. Legal: Überprüfung der Einhaltung von Gesetzen

Dieser Punkt ist eng mit dem ersten Punkt verbunden. Vor allem größere Unternehmen sind von den Auswirkungen des Lieferkettengesetzes betroffen. Für sie gilt nun als höchste Priorität, ihre Lieferketten entsprechend der Sorgfaltspflicht haargenau zu überprüfen und Änderungen vorzunehmen, falls notwendig. Denn sie tragen die Verantwortung dafür, dass ihre Zulieferer nicht gegen das deutsche Lieferkettengesetz verstoßen.

Was heißt das nun für Automobilunternehmen? Sie müssen sicherstellen, dass in ihren Lieferketten keine Verstöße hinsichtlich Kinderarbeit, Mindestlöhnen, gesundheitsschädlichen Produktionsbedingungen etc. vorliegen. Mithilfe eines gut umgesetzten Lieferketten-Monitorings können die Firmen Frühindikatoren für diese Punkte identifizieren. Wird z. B. über Twitter oder eine internationale News-Seite bekannt, dass eine Gefährdung der Einhaltung der Vorgaben besteht, erfährt das Automobilunternehmen rechtzeitig davon und kann zeitnah reagieren.

3. Environmental: Früherkennung von Katastrophen

Selbstverständlich lassen sich Naturkatastrophen wie Stürme, Fluten, Großbrände, Erdbeben, Pandemien oder auch die Sperrung des Suezkanals aufgrund einer Havarie nicht oder nur schwer vorhersagen. Nichtsdestotrotz sollten Automobilunternehmen alles dafür tun, um deren potenzielle Auswirkungen auf die eigene Lieferkette so gut wie möglich einzudämmen.

Im Supply Chain Monitoring lassen sich alle Eventualitäten auf globaler Ebene in mehreren Sprachen abdecken. So erfahren die relevanten Ansprechpartner/innen sofort, wenn sich eine Katastrophe oder ein Vorfall ereignet und können auf alternative Zulieferer für Bau- und Ersatzteile ausweichen oder einen anderen Plan B aktivieren. Damit kann die Automobilbranche die Resilienz gegenüber unerwarteten Risiken erhöhen.

4. Economic: Die Konkurrenz im Blick behalten

Die Konkurrenz schläft nicht. Sie monitort ganz genau ihre internationalen Lieferketten und baut die Vorteile für sich aus. Aufgrund des Halbleiter-Engpasses gibt es derzeit massive Lieferverzögerungen für Neuwagen bei verschiedensten Automobilherstellern . So musste Toyota beispielsweise die Produktion in 14 Werken weltweit kürzen. Audi-Werke haben mehrere tausend Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Diese Auswirkungen auf den Automarkt werden sich voraussichtlich noch bis mindestens 2023 hinziehen . Auch, wenn die gesamte Branche unter dem Engpass leidet, ist es für Automobilunternehmen wichtig zu wissen, wie die Konkurrenz damit umgeht und darauf reagiert.

Dies lässt sich mit einer gezielten Konkurrenzanalyse im Lieferketten-Monitoring analysieren. Ein Tipp hierzu: Fassen Sie das Monitoring nicht zu kurz, indem Sie lediglich die Konkurrenz-Automobilmarken in ihre Suchen inkludieren. Berücksichtigen Sie auch den internationalen Wettbewerb für die deutsche Automobilzulieferindustrie in Ihrem Setup. Denn eine Studie von PwC hat z. B. erst kürzlich belegt, dass asiatische Zulieferer ihren Weltmarktanteil in 2020 auf 43 Prozent ausbauen konnten . Deshalb sollten auch all diese Unternehmen im Supply Chain Monitoring integriert werden.

5. Technological: Auf dem Laufenden zu Innovationen

Tagtäglich schießen weltweit neue Start-Ups aus dem Boden oder Unternehmen schließen sich in Mergern zusammen. Für die Automobilindustrie bedeutet dies, dass es immer wieder neue Möglichkeiten gibt, mit neuen Technologien und Innovationen die eigene Lieferkette zuverlässiger zu gestalten. Wir sprechen hier von einer Qualitätssteigerung der eigenen Produkte und Leistungen, effizienterer Logistik, verbesserten Bedingungen für den Umweltschutz und vielem mehr.

Voraussetzung ist jedoch, dass das Automobilunternehmen über all diese vorteilhaften Neuerungen informiert ist. Im Lieferketten-Monitoring lässt sich dies recht einfach abbilden, indem in sozialen Netzwerken, News-Seiten, Blogs, Foren, Webseiten etc. nach Neuigkeiten zu Start-Ups und Mergern in der Automobil- und Zulieferbranche gesucht wird. Werden Informationen gefunden, lassen sich diese automatisch über Dashboards, Alerts oder mobile Apps an die entsprechenden Personen verteilen.

Ausblick: Lieferketten-Monitoring auch für andere Branchen relevant

Auch, wenn wir uns in diesem Beitrag auf das Lieferketten-Monitoring für die Automobilindustrie konzentrieren, sind die meisten Punkte ebenso für andere Branchen relevant.

So sind beispielsweise bereits viele Luftfahrtunternehmen in anderen deutschen Industriebranchen wie Automobil tätig. Die Luftfahrtbranche unterliegt gegenwärtig einem starken Strukturwandel. Die Abhängigkeit von dieser Branche in puncto Supply Chain ist groß: Knapp die Hälfte der Zulieferer erwirtschaftet ihren Umsatz größtenteils in der Luftfahrtbranche.

Ein weiteres aktuelles Beispiel für die Notwendigkeit von Supply Chain Monitoring ist die Elektrogeräte-Industrie: Diese leidet ebenso sehr stark unter dem Halbleiter Mangel (siehe Grund 4). Geschirrspüler, Kühlschränke, Herde etc. großer Marken sind aufgrund der Halbleiterkrise derzeit nicht lieferbar.

Setzen Sie Ihr Lieferketten-Monitoring in die Tat um

Konnten Sie diese fünf Gründe überzeugen, dass ein Supply Chain Monitoring für Ihr Unternehmen unabdingbar ist? Oder haben Sie bereits eine Lösung im Einsatz, sind aber nicht zufrieden damit?

Dann nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf, und wir helfen Ihnen weiter. Sofern Sie auch den Procurement Summit in Berlin am 29. und 30.08.2021 besuchen, können wir uns auch gerne vor Ort austauschen. Füllen Sie einfach dieses Formular aus, um ein Expertengespräch in der VIP-Lounge mit uns zu vereinbaren. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!

Setzen Sie Ihr Lieferketten-Monitoring in die Tat um

Konnten Sie diese fünf Gründe überzeugen, dass ein Supply Chain Monitoring für Ihr Unternehmen unabdingbar ist? Oder haben Sie bereits eine Lösung im Einsatz, sind aber nicht zufrieden damit? Dann nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf, und wir helfen Ihnen weiter. Sofern Sie auch den Procurement Summit in Berlin am 29. und 30.08.2021 besuchen, können wir uns auch gerne vor Ort austauschen. Füllen Sie einfach dieses Formular aus, um ein Expertengespräch in der VIP-Lounge mit uns zu vereinbaren. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!
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