Medienmonitoring war lange vor allem eines: ein Sammelprozess. Artikel, Pressemeldungen, Posts – möglichst vollständig, möglichst schnell. Doch in einer Medienrealität, die von Echtzeit-News, Social Media und hoher Themendynamik geprägt ist, reicht das nicht mehr aus.
Kommunikationsabteilungen stehen heute nicht vor der Frage, ob sie informiert sind, sondern wodurch sie handlungsfähig werden.
Viele Kommunikator:innen kennen das Bild: Der Arbeitstag beginnt mit hunderten Treffern aus Print, Online und Social Media. Zeit für gründliche Einordnung bleibt kaum. Relevante Entwicklungen gehen im Tagesrauschen unter, während Ressourcen für manuelle Sichtung gebunden sind.
Das eigentliche Problem ist dabei nicht die Datenmenge, sondern fehlende Priorisierung. Klassisches Medienmonitoring liefert Informationen – aber keine Entscheidungshilfe.
Je mehr Kanäle und Quellen hinzukommen, desto schwieriger wird es, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Einzelne Hinweise auf relevante Entwicklungen sind oft früh vorhanden, gehen jedoch in der Masse unter.
Für Kommunikationsabteilungen bedeutet das: Sie reagieren häufig erst dann, wenn Themen bereits an Fahrt aufgenommen haben – nicht, weil Informationen fehlen, sondern weil sie nicht rechtzeitig eingeordnet werden konnten.
Künstliche Intelligenz setzt genau an diesem Engpass an. Statt Inhalte nur zu erfassen, analysiert KI Zusammenhänge, erkennt Muster und bewertet Relevanz im Kontext. Der Fokus verschiebt sich von Quantität hin zu Einordnung.
bc.lab GmbH nutzt KI im Medienmonitoring gezielt zur automatisierten Relevanzanalyse. Die KI-gestützte Morgenlage analysiert über Nacht tausende Inhalte aus relevanten Quellen, clustert diese thematisch und priorisiert sie nach inhaltlicher Bedeutung, Dynamik und Entwicklung.
Das Ergebnis ist keine weitere Trefferliste, sondern eine kompakte, bewertete Themenübersicht – als fundierte Grundlage für den Start in den Kommunikationstag.
Statt jede einzelne Meldung manuell zu prüfen, erhalten Kommunikations- und Pressestellen eine verdichtete Themenlage. Entwicklungen, die an Bedeutung gewinnen, werden sichtbar – auch dann, wenn sie (noch) keine hohe Reichweite haben.
So entsteht frühzeitig Orientierung dort, wo sonst erst reagiert wird.
Ein international tätiges Unternehmen aus einem stark regulierten Umfeld sah sich täglich mit mehreren hundert Mediennennungen konfrontiert. Besonders kritisch: Einzelne Fachartikel entwickelten sich immer wieder zu breiteren medialen Debatten, wurden im klassischen Monitoring jedoch zu spät erkannt.
Durch den Einsatz der KI-gestützten Morgenlage änderte sich der Arbeitsablauf spürbar. Statt ungefilterter Treffer erhielt das Kommunikationsteam eine strukturierte Themenlage mit klarer Priorisierung. Ein neu entstehendes Themencluster in Fachmedien wurde früh sichtbar – noch bevor Reichweite oder öffentliche Aufmerksamkeit zunahmen.
Interne Abstimmungen konnten frühzeitig angestoßen, Hintergrundinformationen vorbereitet und kommunikative Positionen entwickelt werden, bevor das Thema den Mainstream erreichte.
Der entscheidende Vorteil lag dabei nicht in reiner Geschwindigkeit, sondern in der richtigen Gewichtung. KI machte sichtbar, was im Tagesgeschäft sonst untergegangen wäre – und schuf damit Zeit für strategische Bewertung.
Das Beispiel zeigt: Modernes Medienmonitoring muss mehr leisten als Dokumentation. Es muss Orientierung bieten, Risiken früh sichtbar machen und Entscheidungen vorbereiten.
KI ersetzt dabei keine kommunikative Expertise. Sie schafft den Raum dafür – indem sie vorsortiert, bewertet und priorisiert.
Für Kommunikations- und Pressestellen bedeutet das:
weniger Zeitaufwand für manuelle Sichtung
höhere Qualität in der Themenbewertung
bessere Vorbereitung auf dynamische Kommunikationslagen
Während sich viele aktuelle KI-Diskussionen auf Textproduktion konzentrieren, liegt der nachhaltige Mehrwert an einer anderen Stelle: in der intelligenten Analyse der Medienrealität. Wer früh erkennt, welche Themen an Bedeutung gewinnen, kann Kommunikation aktiv steuern statt nur reagieren.
Oder anders gesagt:
Nicht mehr Information entscheidet über erfolgreiche Kommunikation – sondern bessere Einordnung.