Warum klassische Wettbewerbsanalysen zu kurz greifen

Um der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus zu sein, müssen Unternehmen ihre Konkurrenten weltweit genau im Auge behalten. Doch klassische
Wettbewerbs- und Marktanalysen sind meist zeitaufwändig und teuer. Weshalb Online-Monitoring hier eine Lücke schließt und wie Unternehmen mit Echtzeit-Analysen bessere Einsichten erhalten, erklären wir in diesem Beitrag.

Wettbewerbsanalyse: Eine Momentaufnahme des Marktes

Die Wettbewerbsanalyse als Teil der Marktanalyse wird von den meisten Unternehmen in der einen oder anderen Form betrieben. Schließlich hilft sie nicht nur, Erkenntnisse über den Markt und die Wettbewerber zu sammeln, sondern auch, den eigenen Standpunkt im Markt und in der Branche zu definieren. Im Idealfall wird damit eine solide Grundlage für alle wichtigen unternehmerischen Entscheidungen geschaffen, wie beispielsweise Produktentwicklungen und -Einführungen, Erschließung neuer Märkte – oder eben die Gründung eines Unternehmens.

Die klassische Analyse des Wettbewerbs hat allerdings einen Nachteil: Sie kann immer nur eine Momentaufnahme des Marktes sein. Was nach ihrem Abschluss passiert, ist nicht ohne weiteres bekannt.

Medienmonitoring: Wissen, worüber gesprochen wird

Auch das Medienmonitoring, zu dem heute unbedingt auch die Beobachtung von Social Media dazugehören sollte, nutzen viele Unternehmen gern für das Monitoring bestimmter, für sie relevanter Keywords oder Themen. Hier gewinnen Unternehmen nicht nur Einsichten über die Trends und Wettbewerber, sondern können eigene Kampagnen- und PR-Erfolge messen sowie Medien und Influencer finden, die für ihre Produkte mögliche Kooperationspartner darstellen.

Nachteil: Meist erfolgen auch die Medienanalysen eher zeitverzögert oder sind aus Zeit- oder Kostengründen auf eine bestimme Anzahl von Quellen begrenzt.

Die Vorteile von Competitive Monitoring in Echtzeit

Competitive Monitoring in Echtzeit verbindet die Medienbeobachtung und die Marktbeobachtung auf eine zeitgemäße Art und Weise. Mit weltweiten Scans von Websites, Social Media und Co., die in Echtzeit erfolgen, erhält man fortlaufend präzise und aktuelle Einsichten für seine individuelle Fragestellung oder sein individuelles Ziel.

In unserem digitalen Zeitalter ist es doch so: Wir alle reden gern von disruptiven Märkten, wir alle wären gern der disruptive Impulsgeber – von einem solchen hingegen eingeholt und abgehängt zu werden, das ist der Albtraum vieler Unternehmen und Unternehmer. Doch um frühzeitig Trends, aufkeimende innovative Ideen aber auch potentiell gefährliche Schwächen des eigenen Angebots aufzudecken, reicht es natürlich nicht, einmal alle 6 Monate eine Analyse des Wettbewerbs zu fahren. Wer seine Konkurrenten, die globalen Märkte und Trends oder die Start-Up-Szene nicht laufend monitoren kann, dem entgehen möglicherweise ganz vitale Einsichten. Denn wenn wir eines in den letzten Jahren gesehen haben, dann dass selbst einstige Wunderkinder einer Branche vor einem Untergang durch eine frischere Idee, eine innovativere, bequemere, günstigere usw. Lösung oder eine neuere Technologie nicht gefeit sind.

Intelligentes Monitoring in Echtzeit kann hier unterstützend eingreifen und kontinuierliche Erkenntnisse liefern, die die Vormachtstellung eines Unternehmens sichern oder überhaupt erst ermöglichen können.

Auch bei den mit der Marke in Zusammenhang gebrachten Themenfeldern treffen wir auf dieselben Namen: Mit Google und Apple teilt sich Sonos nämlich, wenig überraschend, die Vorherrschaft beim Thema „Digital“. Die Nutzung von Smart-Home-Assistenten über die Sonos-Boxen setzt es von der weniger digitalisierten Konkurrnz deutlich ab. Auch „Price“, „Design“ und „Sound“ kann Sonos für sich verbuchen, während es beim Thema „Bass“ deutlich zurücksteckt (hinter dem für seinen „satten Sound“ bekannten Hersteller JBL). Bei einer Analyse des Wettbewerbs kann man so neue Themenfelder für die eigene Marktposition entdecken.

Daraus ergibt sich eine Reihe von Vorteilen:

  • Aktueller Überblick über den Wettbewerb und das Marktgeschehen
  • Ein „Frühwarnsystem“ für Kritik und Schwachpunkte, das vor Fehlern bewahrt
  • Akkurate Erkenntnisse über die eigene Marktstellung
  • Übersicht über aufstrebende frische Ideen und Start-Ups

Gerade die Start-Ups sind als Quelle fürs Monitoring nicht zu unterschätzen bzw. nicht zu vernachlässigen. Immerhin entstehen jedes Jahr weltweit rund 100 Millionen Start-Ups, die mit zum Teil bahnbrechenden Ideen und Technologien ganze Branchen herausfordern und manchmal zum Umbruch zwingen können.

Und was meinen wir mit dem „Frühwarnsystem“? Auch eigene „blinde Flecken“ im Service oder beim Produkt- oder Shopping-Erlebnis können hier leicht aufgedeckt werden, bevor sich ein gefürchteter Sturm zusammenbraut.

Fallbeispiel Sonos: WLAN-Boxen im Echtzeit-Monitoring

Mit unserer eigenen Lösung bc.lab monitor haben wir die Möglichkeit, weltweit und in Echtzeit Websites, News- und Videoportale sowie Social Media zu beobachten.

Vor einiger Zeit haben wir im Artikel Videokonferenzen während der Krise – was Social Media verraten können aufgezeigt, welche Erkenntnisse zu aktuell beliebtesten Videokonferenz-Anbietern ein Social-Media-Monitoring zutage fördern kann. Ein anderes Beispiel, das in eine ähnliche Richtung geht, wollen wir Ihnen heute kurz vorstellen – ein in Echtzeit durchgeführtes Monitoring, das wir im Juni und Juli 2020 durchgeführt haben: Und zwar Sonos als Hersteller von WLAN-Lautsprechern bzw. Boxen.

bc.lab monitor Sonos Share of Voice
Sonos hat wird deutlich öfter genannt als seine Wettnewerber

Share of Voice: Global gesehen, schneidet Sonos wirklich gut ab. Da die Marke als der „Platzhirsch“ der Branche gilt, verwundert das zunächst wenig. Ein „Aufflackern“ von Nachfragen nach Google WLAN-Boxen als (günstigere) Alternative zu Sonos kann an zeitgleich erschienenen Testartikeln, sommerlichen Werbeaktionen sowie der Ankündigung des neuen Google Speakers liegen – bedingt durch die so gesteigerte Aufmerksamkeit potentieller Interessenten. Übrigens: Eine weiterführende Analyse von lokalen Märkten würde an dieser Stelle weitere wertvolle Einsichten liefern.

bc.lab monitor Sonos time line
Google holt gegenüber Sonos auf

Interessant auf diesem Hintergrund ist nun auch die häufigste Markennennung mit einem unmittelbaren Mitbewerber, die den stärksten Konkurrenten markieren soll. Für Sonos ist es demnach keinesfalls Google, sondern Apple – und das mit 43%. HomePod oder Sonos One ist eben die Frage, die sich viele musik- und technologieliebende Apple-Fans stellen.

Auch bei den mit der Marke in Zusammenhang gebrachten Themenfeldern treffen wir auf dieselben Namen: Mit Google und Apple teilt sich Sonos nämlich, wenig überraschend, die Vorherrschaft beim Thema „Digital“. Die Nutzung von Smart-Home-Assistenten über die Sonos-Boxen setzt es von der weniger digitalisierten Konkurrnz deutlich ab. Auch „Price“, „Design“ und „Sound“ kann Sonos für sich verbuchen, während es beim Thema „Bass“ deutlich zurücksteckt (hinter dem für seinen „satten Sound“ bekannten Hersteller JBL). Bei einer Analyse des Wettbewerbs kann man so neue Themenfelder für die eigene Marktposition entdecken.

bc.lab monitor Sonos Themenanalyse
Themen, mit denen die Marken in Verbindung gebracht werden

 

Hier entdecken wir im Bereich der vordefinierten Themen die eindeutigen Stärken und Schwächen einer Marke. Sonos schneidet bei den Themenfeldern Digitales, Pricing, Design hervorragend ab. Eine interessante Option fürs Monitoring wären hier die weniger ausgeprägten Themen. Man könnte untersuchen, wie viele potentielle Käufer sich für diese – auch in der Peer-Group deutlich unterrepräsentierten – Bereiche begeistern.

 

Fazit:
Natürlich bedürfen Ergebnisse wie diese einer viel tieferen Analyse. Schließlich soll das nur ein relativ allgemein gehaltenes Beispiel für die Einsichten sein, die ein Echtzeit-Monitoring ermöglich. Die Möglichkeiten fürs Erkennen kritischer positiver wie negativer Trends, Marktrecherchen, Produktentwicklung, Branding und Rebranding, die das Wettbewerbs-Monitoring in Echtzeit biete
t, sind dem gegenüber fast unausschöpflich.

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